Sehr gut besucht war wieder einmal das Oktoberfest des Treburer Gewerbevereins. An beiden Tagen herrschte im Festzelt am Schwimmbad eine ausgelassene Stimmung und auch die Auftritte der vier musikalischen Acts kamen beim Publikum sehr gut an.

Glücklich wirkte der Vorsitzende des Gewerbevereins Armin Borngesser über den regen Betrieb und die ausgelassene Stimmung im Festzelt. Vornehmlich in Trachten waren die jeweils rund 800 Besucher an beiden Abenden gekommen und hatten bei Oktoberfest-Musik und verschiedenen beliebten bayrischen Spezialitäten eine Menge Spaß. „Naja, am Freitag war es eher ein österreichischer Abend“, gab Borngesser zu, denn vor dem Auftritt der bekannten österreichischen Formation „Die Trenkwalder“ trat Melissa Naschenweng aus Kärnten auf. „Wir freuen uns darüber, die Trenkwalder wieder bei uns zu haben, sie haben wir im vergangenen Jahr schwer vermisst. Und auch Melissa Naschenweng ist wieder dabei, auch wenn sie mittlerweile großen Erfolg im Fernsehen hat. Aber sie findet die Stimmung bei uns in Trebur einfach phänomenal.“ Gerne hätte der Treburer Gewerbeverein die Österreicherin auch für den Samstag als Vorgruppe für die Partyband „Frankenräuber“ verpflichtet, doch durch Terminkollisionen war das nicht möglich. So heizte Marco Wahrstätter ein, den man ebenso schon in Funk und Fernsehen erleben durfte.

Die Rechnung der Organisatoren ging auch bei der achten Auflage des Oktoberfests wieder bestens auf. Schon Melissa Naschenweng sorgte für eine ausgelassene Stimmung im Festzelt, die „Trenkwalder“ veranlassten anschließend, dass die zahlreichen Besucher nicht nur schunkelten und mitsangen, auch ganze Gruppen stiegen auf die Tische und Bänke, um bei den beliebten Oktoberfestschlagern mit zu tanzen. Auch am Samstag war es das gleiche Bild im Festzelt.

Den Bieranstich im Festzelt nahm Bürgermeister Carsten Sittmann vor, und es wirkte, als hätte er heimlich geübt. Schon nach dem ersten Schlag kam der Gerstensaft aus dem Fass Pfungstädter Festbier, nach dem zweiten saß der Zapfhahn sicher und zahlreiche Anwesende konnten sich über einen Schluck des gekühlten Gerstensafts freuen.

Andrang schon beim Vorverkauf

Dass das Oktoberfest am Treburer Schwimmbad so eine große und lange Erfolgsgeschichte sein würde, das hatten Borngesser und seine Mitstreiter zunächst nicht für möglich gehalten. „Wir haben aus einer Laune heraus uns mal entschlossen, ein Oktoberfest zu veranstalten. Zunächst war es eigentlich als politischer Frühschoppen gedacht und wir hatten alle Parteien eingeladen. Am Abend wurde dann ein wenig gefeiert und die Feier kam so gut an, dass wir es seitdem jedes Jahr gemacht haben, auch wenn die ursprüngliche Idee eines politischen Frühschoppens schon längst nicht mehr existiert“, erinnert sich Borngesser zurück.

Alleine der Fakt, dass 90 Prozent aller Eintrittskarten für beide Tage im Vorverkauf abgesetzt werden und schon lange vor der traditionell Ende Oktober angesetzten Veranstaltung die Festtische von Vereinen, Unternehmen, Familien oder Freundesgruppen reserviert sind, spricht für die gute Umsetzung der Organisatoren. Mit nicht nur ausschließlich bayrischen Spezialitäten wurde an das berühmte Münchner Oktoberfest angeknüpft. Neben einem Hendl-Grill und einem Brez’n-Backautomat wurden auch Hax’n, Weißwürste und Leberkäs frisch zubereitet. Darüber hinaus gab es auch frische Schwammerl (Pilze) und wer einen ganz anderen Geschmack vorzog, wurde mit einem Fischbrötchen glücklich.

Bericht: www.echo-online.de
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